Fit in den Frühling

Frühling verheißt Aufbruch: Schon in Goethes Osterspaziergang putzt sich die bunte Menge für die Begegnung mit der Sonne und den Mitmenschen heraus. Wenn alles um einen herum grünt und blüht, die Vögel zwitschern und das Licht den Kampf mit der Dunkelheit gewonnen hat, möchte man sich selbst auch von der besten Seite zeigen – heute wie vor 200 Jahren.
Der Frühling ist eine wunderbare Zeit, um den Ballast des Winters abzuwerfen und fit und gesund für das Sommerhalbjahr zu werden. Um die Figur in Form zu bringen oder zu halten ist diese Jahreszeit ideal.
Man weiß heute, dass es mit den richtigen Lebensmitteln einfacher ist abzunehmen. Studienergebnisse zeigen – mit einem hohen Eiweißanteil und weniger Kohlenhydraten kann man kurzfristig effektiv Fett abbauen. Und dies bei guter Laune. Der Langzeiterfolg wird unterstützt, denn Eiweiß sättigt und schützt die wertvollen Muskeln. Ein Erhalt der Muskelmasse ist wichtig, denn ohne Muskeln findet keine Fettverbrennung statt. Die vorübergehende Kohlenhydratreduktion verhindert Heißhunger und maximiert den Fettstoffwechsel.

Praktisch heißt dies:

Bevor Sie Ihre Abnehmphase beginnen, bereiten Sie sich gut darauf vor – legen Sie sich einen  Zeitplan fest, in der Sie die Ernährungsumstellung durchführen wollen, ein Dauer von 2 bis 4 Wochen ist empfehlenswert.
Außerdem sollten Sie in diesem Zeitraum für ausreichende Bewegung, besonders an der frischen Luft sorgen. Freuen Sie sich auf diese Zeit! Tipp: gehen Sie Treppensteigen – das kurbelt den Kreislauf an, sorgt für gute Beinmuskulatur und einen straffen Po.
Beginnen Sie den Tag mit einem leichten Frühstück, z.B. Müsli mit frischem Obst, Joghurt oder Quark. Nach 4 bis 6 Stunden essen Sie eine gut ausgewogene Mischkostmahlzeit, achten Sie darauf nicht zu viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Am Abend verzichten Sie dann auf die Kohlenhydrate und essen eine Eiweißmahlzeit – Salat und Gemüse, Eier, Käse, Fisch, fettarmes Fleisch, Sojaprodukte stehen nun auf Ihrem Speiseplan. Sorgen Sie unbedingt für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – 2 Liter zuckerfreier Getränke sollten Sie täglich zu sich nehmen, Tipp: Kräutermischungen als Tee oder Kaltgetränke bringen Abwechslung und unterstützen Sie beim Fettabbau.

Ansonsten gilt im Frühling: Alle Sinne auf Empfang. Genießen Sie die ersten duftenden Blumen, frisches Saison-Obst, wärmende Sonnenstrahlen und den Anblick der ersten hellgrünen Blätter an den Bäumen.

Die Rishikesh-Reihe – Gesundheit für Körper und Geist

Die Rishikesh-Reihe ist eine Abfolge von Yogastellungen (Asana) im Hatha Yoga in der Tradition von Swami Sivananda. Sie ist benannt nach dem indischen Ort Rishikesh.

Aufgrund ihrer wunderbaren Wirkungen auf alle Organe und Organsysteme, sowie auf die feinstofflichen Strukturen des Menschen, ist die Rishikesh-Reihe heute vermutlich die weltweit am meisten geübte Asana-Reihe. Ausgehend von einer einfachen Grundformel mit zwölf Stellungen erlaubt sie mit zahlreichen Variationen der Stellungen eine große Vielfalt und Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten.

Ihre außergewöhnliche Kraft und Wirksamkeit leitet die Rishikesh-Reihe von zwei Faktoren ab:

Stellungen

Es sind in einem Minimum von unterschiedlichen Stellungen alle wesentlichen Attribute der Asanas vorhanden: Beugungen, Streckungen, Umkehrhaltungen, kraftfördernde Übungen, Gleichgewichtsstellungen

Aufbau der Übungen

Der Aufbau der Übungssequenz folgt einer klaren Grundidee: Nach dem Aktivieren des Körpers mit dem Surya Namaskar (Sonnengruß) beginnt man, die einzelnen Chakras von oben nach unten durchzugehen. Zu dem gleicht die jeweils folgende Stellung (Asana) die vorherige Stellung aus.

Die 12 Asanas der Rishikesh-Reihe sind:

  1. KopfstandRishikesh-Reihe
  2. Schulterstand
  3. Pflug
  4. Fisch
  5. Vorwärtsbeuge
  6. Kobra
  7. Heuschrecke
  8. Bogen
  9. Drehsitz
  10. Krähe
  11. stehende Vorbeuge
  12. Dreieck

Alle Grundstellungen können an die jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Übenden angepasst werden und den zahlreichen Variationen sind keine Grenzen gesetzt.
Das Praktizieren der Rishikesh-Reihe ist kraftvoll und konzentrativ, Spannung und Entspannung wechseln und alle Ebenen unseres Seins – Körper, Geist und Seele – werden wunderbar zentriert.

Fasten

Fasten hat unterschiedliche Zielsetzungen

Unter „Fasten“ versteht man eine selbst gewählte völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Solche Fastenperioden werden entweder religiös oder gesundheitsfördernd begründet. Viele Menschen fasten auch, um das ein oder andere Kilogramm Gewicht zu verlieren. Die Zeit zwischen Fasching und Ostern soll die Menschen anleiten, sich auf das eigene Leben und seine Mitmenschen zu konzentrieren – die Seele von Lastern wie Völlerei und Konsum zu reinigen. Heilfasten zur Stärkung der Gesundheit wird biologisch dadurch legitimiert, dass es den Körper von Giftstoffen reinigt und ihn in seiner Immunabwehr unterstützt. Natürlich dient der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel auch dem Streben nach einer schlanken Figur.

Kann jeder fasten?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch fasten. Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Kinder oder ältere Menschen sollten vom Fasten absehen, da sie die Belastung der fehlenden Nährstoffe weit weniger gut kompensieren können als junge Erwachsene. Auch bei Herzerkrankungen oder Depressionen ist dringend vom Fasten abzuraten. Diverse Medikationen müssen während der Fastenzeit überprüft und gegebenenfalls um- oder eingestellt werden.

Fasten ist keine Alternative zur Diät

Richtiges Fasten beginnt schon bei Ihrer Zielsetzung: Fasten ist kein probates Mittel zur Gewichtsreduzierung. Die Fastenzeit wird vom Körper als Mangelphase erfahren, in der er seinen Stoffwechsel reduziert, um überleben zu können. Nach der Fastenperiode setzt bei „falscher“ Ernährung, gemeint ist der übermäßige Verzehr von Zucker, Fett und Alkohol, der so genannte Jojo-Effekt ein: Der Körper versucht, alle während der Fastenzeit verbrauchten Kalorien wieder anzusammeln und darüber hinaus neue Fettdepots für weitere Mangelperioden anzulegen.

Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung

Ein Tipp: Wenn Sie vorhaben das erste Mal zu fasten, sollten Sie das nicht länger als drei bis sieben Tage tun – für einen längeren Zeitraum sollten Sie unbedingt über genügend Erfahrung verfügen, wie Ihr Körper auf eine Fastenkur reagiert. Um Ihren Körper bei der Selbstreinigung zu unterstützen, sollten Sie täglich mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hat neben der Entgiftung des Körpers den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Hungergefühl gemildert wird. Da der plötzliche Nahrungsentzug vom Körper als Stress empfunden wird, sollten Sie sich vor allem Ruhe gönnen.

Gehen Sie viel an der frischen Luft spazieren und versuchen Sie sich auf sich selbst und Ihren Körper zu konzentrieren. Überfordern Sie sich nicht. Sobald Sie merken, dass Sie das Spazierengehen anstrengt, legen Sie sich schlafen. Sie werden merken, wie Ihr Körper beginnt, sich selbst zu regenerieren und wie sich nach ein paar Tagen der Kreislauf auf die neue Situation einstellt.

Nach der Fastenkur sollte Ihre Darmflora langsam wieder an feste und regelmäßige Nahrung gewöhnt werden. Die Aufbauzeit sollte mindestens ein Drittel der Länge der Fastenzeit betragen, auf jeden Fall aber vier Tage. Ein behutsamer Einstieg gelingt durch eine gesunde Vollwertkost. Achten Sie auf leicht verträgliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Äpfel und vermeiden Sie schwer verdauliche Lebensmittel wie Kohl, Bohnen oder Fleisch. Trinken Sie in der Phase des Fastenbrechens mindestens ein bis zwei Liter Tee oder mineralstoffhaltiges Wasser täglich, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Aufbautage

Nach dem Fasten sollten Sie nicht einfach zur gewohnten Ernährung übergehen, sondern mit Aufbautagen und leichter Kost beginnen. Ihre Verdauung hat sich in den Tagen der Fastenzeit auf ein Minimum reduziert. Gewöhnen Sie Ihren Körper daher nur langsam wieder an feste Nahrung.

Tipps für die Aufbautage

Während der Fastenzeit hat Ihr Körper viel Energie auf die Reinigung des Körpers verwendet und muss sich erst langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen. Je nachdem, wie lange die Fastenzeit angedauert hat, sollten Sie mindestens ein bis zwei Aufbautage anfügen, um Ihr Verdauungssystem langsam wieder aufzubauen.

Fangen Sie am ersten Tag an, Milchprodukte, Obst und Gemüse zu essen. Am zweiten Aufbautag darf es dann schon Brühe mit Einlage oder auch mal ein Vollkornbrot sein. Achten Sie darauf, wie Sie die Nahrung vertragen, und steigern Sie die Menge langsam.

Trinken Sie zum Aufbau einer gesunden Verdauung ausreichend Flüssigkeit und vermeiden Sie Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol.

Achten Sie darauf, dass Sie die feste Nahrung jetzt besonders gründlich kauen, um die Verdauungsarbeit zu erleichtern. Gut für die Verdauung sind ballaststoffreiche Nahrungsmittel, salzarme Kost sowie möglichst natürliche Lebensmittel, die Sie geschmacklich nicht zu sehr fordern. Rohkost, Kartoffeln und Gemüse sind dafür bestens geeignet.

Beginnen Sie weiterhin mit kleinen Mahlzeiten und essen Sie dafür etwas häufiger. Zu große und schwere Mahlzeiten würden Ihr Verdauungssystem zu stark belasten. Anfangs müssen Sie noch mit Blähungen und Darmträgheit rechnen, dies legt sich in der Regel aber nach wenigen Tagen. Auch die Aufbauzeit ist, wie die Fastenzeit selbst, eine Zeit der körperlichen Schonung. Leichte Betätigungen sind erlaubt und sinnvoll, mit schweren körperlichen Arbeiten sollten Sie noch zurückhalten.

Achtsam in das Jahr 2019

Das Neue Jahr hat begonnen – lassen Sie Achtsamkeit einkehren…

Zu selten sind wir wirklich bei dem was wir gerade tun. Oft beschäftigen wir uns in unseren Gedanken mit Vergangenem oder Zukünftigem, so „stolpern“ wir durch unsere Tage und verlieren uns im „Gestern“ und „Morgen“. Wir „funktionieren“ und unsere Freude am Leben wird vom eigenen Hamsterrad aufgerieben.

Die Achtsamkeit kann uns die Tür öffnen – in die Gegenwart. Unser Leben findet JETZT statt.

Achtsam SEIN bedeutet, bewusst unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welche Gedanken, Bilder, Gefühle und Körperempfindungen gerade im jeweiligen Moment in uns sind. Dies beobachten wir neugierig und gelassen, ohne gleich zu vergleichen oder diese zu bewerten. So können wir immer besser wahrnehmen was in uns ist und sind immer mehr mit unserer gesamten Aufmerksamkeit bei dem, was wir gerade tun.
Wenn wir achtsam den Moment wahrnehmen, eröffnen sich neue Möglichkeiten um uns und andere besser zu verstehen und klarer und bewusster zu handeln.

Achtsamkeit ist ein umsichtiger Lebensstil, eine neue Haltung zum Leben.

Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst.


Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit: Übung – Erkennen und Wahrnehmen

Bewegen sich Erkennen und Wahrnehmen auf gleicher Ebene? Die Wahrnehmung geht noch etwas tiefer, da wir hier auch die Gefühlsebene berühren. Wir erkennen, dass wir hier und da ein Problem haben, aber wir nehmen wahr, dass uns diese oder jene Situation tief berührt.

Die Frage ist: Ist das, was ich wahrnehmen, das was es ist, nämlich die ungefälschte Realität, oder interpretiere ich und verschlimmere somit meine eigene Wahrnehmung?

Wie oft befinden wir uns in einer Situation, die uns schlimm und ausweglos erscheint. Wir beginnen uns traurig, überfordert oder gar ausgeliefert zu fühlen. Haben wir die Möglichkeit, uns für einen Moment aus dieser Situation herauszuziehen, durch bewusstes Atmen, und dadurch unsere Wahrnehmung wieder klarer werden zu lassen? Kann es sein, dass die noch eben unverrückbare schwerwiegende Situation
und der damit verbundene negative Zustand durch Klarheit in unseren Gedanken und Gefühlen erträglicher geworden ist?

Es gilt zu ergründen und zu erkennen, was genau die Situation ist. Bis wann befinden wir uns in einer realen Situation? Und ab wann beginnen wir durch Interpretation, Erwartung, voreilige Schlüsse die Situation zu verändern? Nur durch unser eigenes Zutun, unsere Gedanken, können wir ein Drama kreieren und somit negative Gefühle auslösen. Oder… können wir durch klares Erkennen eine Situation, so wie sie ist annehmen und in Leichtigkeit auflösen. Ein Versuch, immer und immer wieder, ist es Wert.

Weihnachtszeit – Schlemmerzeit

Jedes Jahr aufs Neue steht sie vor der Tür – die Adventszeit, mit dem krönenden Abschluss Weihnachten und Silvester.

Adventszeit – Fastenzeit

Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar festlegte. Außerdem galt diese Zeit als geschlossen Zeit, in der nicht getanzt oder aufwendig gefeiert werden durfte. Feierliche Trauungen waren auch ausgeschlossen. Einkehr und Rituale hatten in dieser Zeit oberstes Gebot.

Genuss ohne Reue

Heute ist die Adventszeit von Hektik und Stress gezeichnet. Wir besorgen Adventskalender, bereiten den Nikolaus vor. Besuchen trotz Unlust diverse Weihnachtsfeiern. Der Besuch der Weihnachtsmärkte endet oft mit einem schlechten Gewissen und nicht dran zu denken: die Familie ist an Weihnachten bedenklich nah…
Und dann gibt es noch diese schrecklichen Verführer – Plätzchen, Lebkuchen, Stollen….
Drei Kilogramm Weihnachtsbäckerei verzehrt der Bundesbürger im Durchschnitt. Wer dies nicht mit zusätzlicher Bewegung kompensiert, muss mit einer Zunahme von 1,5 bis 2 kg rechnen. Die Weihnachtsbäckerei muss nicht in einer Kalorienschlacht ausarten. Auch mit weniger Zucker und Fett schmeckt Weihnachtsgebäck sehr gut. Bei vielen Rezepten kann der Zuckeranteil ohne Geschmackseinbußen um etwa ein Drittel reduziert werden. Stattdessen kann man den Anteil von Gewürzen zum Beispiel Vanille, Zimt oder Anis leicht erhöhen. Sie können Butter sparen, indem Sie einige Gramm durch Joghurt ersetzen.

Machen Sie doch einfach mal die Weihnachtszeit zu Ihrer Schlemmerzeit und genießen Sie mit allen Sinnen! Nehmen Sie sich immer wieder kleine Auszeiten zum Beispiel für eine gute Tasse Tee, genießen Sie ganz bewusst das Weihnachtsgebäck oder lesen Sie eine schöne Weihnachtslektüre und freuen Sie sich, Zeit mit Ihrer Familie zu verbringen.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen sehr guten Start in das Neue Jahr!

Weihnachten und Yoga – ich nehm mir was vor?!

Oh, Du fröhliche, stressige Weihnachtszeit … es ist die Zeit, in der die Ausreden kein Yoga zu praktizieren Hochkonjunktur haben. Schluss damit! Yoga tut gut und ist gut – vor allem an Weihnachten.

Übungen im Advent

Weihnachten ist eine besinnliche Zeit und besonders geeignet, um nach innen zu schauen. Außerdem ist es eine Zeit des Umbruchs, Loslassens und der Erneuerung, gehen wir doch in einen neuen Zeitabschnitt hinein. So lässt sich Yoga besonders in der Adventszeit gut in den Alltag integrieren, bietet doch diese besondere Zeit jede Menge Anlässe:

  • Meditieren vor dem Adventsgesteck (Lichtmeditation: konzentriert auf das Kerzenlicht schauen, ohne zu blinzen, beruhigt Geist und steigert die Konzentrationsfähigkeit)
  • kleines Vinyasa während die Plätzchen im Ofen backen (Tadasana-Vorwärtsbeuge – herabschauender Hund, dehnt und streckt und bringt die Flexibilität zurück)
  • Atemübung beim Weihnachtsshopping (ruhig ein- und ausatmen, möglichst jeweils 3-4 Sekunden, spüre die tiefe Bauchatmung und finde zurück zu Deiner Mitte)
  • Los-Lass-Gedanken beim Familienessen (Füße fest auf dem Boden, die Sinne ein wenig zurückziehen, bei jedem Ausatmen „ich lasse los“ denken und lächeln)

Die Weihnachtsfeiertage kann man dann wunderbar nutzen, um jeden Tag mit drei Runden Sonnengrüßen zu beginnen. Das macht wach und bringt die Verdauung in Schwung.

Ein kleiner Geschenktipp zu Weihnachten:

Manchmal wird selbst dem Weihnachtsmann die Vorweihnachtszeit zu stressig – dann kann nur noch Yoga zu einem entspannten Advent verhelfen! Ob Adventskerze, Christbaumkugel oder Vanillekipferl: keine Übung ist ihm und seinen beiden Mitstreitern, Rentier Toni und Herrn Zwerg, zu schwer! Ein herrlich komisches Weihnachtsbüchlein, illustriert von Monika Rothenaicher. Die perfekte Geschenkidee für alle, die auch an Weihnachten etwas zu lachen haben möchten.

Weihnachts-Yoga: Entspannt durch den Advent
von Monika Rothenaicher (Illustrator)

Eine Anregung zum Jahresausklang:

Beende doch dieses Jahr mit einem besonderen Ritual: praktiziere Sie 108 Sonnengrüße, widme diese einem, etwas Besonderem…ein Geschenk an Dich und mehr.

Namastè

Karma Yoga

Der Begriff „Karma“ leitet sich aus der Sanskritwurzel kri ab, was „Handlung“ bedeutet. Karma Yoga ist der Yoga-Weg des bewussten, achtsamen und erwartungslosen Handelns, der in vollkommenster Weise die anderen Yoga-Wege ergänzt.

Im „Geist des Yoga“

Wer kann sechzehn Stunden täglich für Yoga-Übungen aufbringen? Wir können zwei, vielleicht sogar drei oder vier Stunden täglich üben, aber wenn wir die restliche Zeit des Tages von unserem „Yoga-Planeten“ heruntersteigen und ein ganz anderer Mensch sind, so werden die Übungen keinen wirklichen Erfolg erbringen können. Doch wenn wir die gesamten restlichen Stunden des Tages weiterhin im „Geist des Yoga“ bleiben, sozusagen die in den Übungen erzeugte Schwingung sich fortsetzt, so kann die volle Kraft des Yoga wirklich zu greifen beginnen!

Absicht des Handelns

Alle spirituellen Traditionen stimmen darin überein, dass die Mechanik unseres Schicksals auf der materiellen und geistigen Ebene von der Qualität der Handlungen des Menschen, oder, genauer gesagt, von seiner Absicht, abhängt.

Karma Yoga ist die Kunst und Wissenschaft karmisch bewusster und verantwortlicher Handlung und Absicht. Er erfordert eine vollständige Umwandlung der menschlichen Natur, denn er verlangt, dass jede Handlung einer Disposition entspringt, welche von unserer gewöhnlichen geistigen Einstellung stark abweicht.

Quelle der Kraft

Handlungen, die im Geist der Selbst-Hingabe durchgeführt werden, haben überaus positive Wirkungen. Sie verbessern unsere gesamte Lebensqualität und machen uns zu einer Quelle der Kraft und Reinheit für andere Menschen. Der Grundgedanke ist, dass wir sind, was wir sind, durch das, was wir tun, oder eher, wie wir es tun. In unseren Handlungen drücken wir aus, wer oder was wir sind – wir externalisieren unser inneres Sein, und die Handlungen werden zum Ausdruck unseres Wesens.

Karma Yoga verlangt viel mehr als nur, seine Pflicht zu erfüllen. Er geht auch über konventionelle Moralität hinaus und ist von einer profunden spirituellen Haltung gezeichnet.
Die „leichte“ Disziplin dieses Yoga-Weges wird, wenn sie bewusst und ernsthaft angewendet wird, zu einer herausfordernden spirituellen Praxis der Selbst-Transzendenz. Er ist der am direktesten mit dem täglichen Leben verbundene Yoga-Weg. Das große Ideal des „Nichthandelns im Handeln“ betrifft auch alle anderen spirituellen Disziplinen und ist heute von der gleichen Bedeutung wie zu der Zeit, als die indischen Weisen sie vor gut zweitausend Jahren beschrieben haben.

Georg Feuerstein

Das Gesetz des Karmas besagt:

  • Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen.
  • Wir sind verantwortlich für das, was uns in der Zukunft geschieht.
  • Wir wachsen anhand der Erfahrungen. Ereignisse sind nicht als Bedrohung oder Bestrafung anzusehen, sondern als Möglichkeit zum Wachsen.

Die drei Arten von Karma

Sanchita-Karma

Der Vorrat karmischer Schulden , der sich in früheren Geburten angesammelt hat. Sanchita bedeutet angehäuft, gehortet. Sanchita-Karma meint das Karma, welches sich in den vorangehenden Leben angesammelt hat. Es ist die Gesamtsumme aller Handlungen, die wir in früheren Leben begangen haben. Der größte Teil ist uns unbekannt, genauso wie nur wenige von uns sich an vergangene Leben erinnern können. Es ist wie ein Lager, das seit vielen Leben unserem Wesen folgt.

Prarabdha-Karma

Der Teil des früher geschaffenen Karma, der im gegenwärtigen Leben aufgearbeitet werden muss. Prarabdha wird oft mit „Schicksal“ übersetzt. Prarabdha-Karma meint den Teil des Karmas, welchen man im jetzigen Leben zu spüren bekommt und kann gut oder schlecht sein.

Agami-Karma

Neues Karma, das in der gegenwärtigen Geburt geschaffen wird und sich in zukünftigen Leben auswirkt. Das Karma, welches man im jetzigen Leben produziert und sich auf die Zukunft auswirkt. Das Agami-Karma ist das letzte Karma. Es unterliegt ganz allein dem eigenen Handeln, den Entschlüssen und Entscheidungen.

Sanchita und Prarabdha sind vorbestimmt, da sie das Ergebnis unserer vergangenen Handlungen sind. Wir haben keine Kontrolle über sie, weil ihr Ursprung unerreichbar ist.
Durch Agami können wir jedoch eine bessere Zukunft gestalten und auch die Wirkungen von vergangenem Karma ändern.

Nahrungsergänzungsmittel – Fluch oder Segen?

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Das können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe, Pflanzen oder Kräuterextrakte sein.

Sie werden in dosierter Form, unter anderem in Form von Kapseln, Tabletten, Pulverbeuteln und anderen lebensmitteluntypischen Darreichungsformen in abgemessenen kleinen Mengen aufgenommen. Sie müssen mit einer Angabe über die empfohlene tägliche Verzehrmenge versehen sein, um Überdosierungen der Konzentrate zu vermeiden.

Nahrungsergänzungsmittel sind somit Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen. Als Lebensmittel müssen sie vor allem sicher sein und dürfen keine Nebenwirkungen haben.

Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich normal ernähren, in der Regel überflüssig. Bei ausgewogener Ernährung bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht. Auf der anderen Seite kann eine einseitige, unausgewogene Ernährungsweise nicht durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Nur in bestimmten Fällen ist eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll, zum Beispiel Folsäure in der frühen Schwangerschaft.
Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereit.

Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Lebenssituationen eine unterstützende Maßnahme sein, als Kur angewendet eine positive Auswirkung haben.

Raja Yoga

Der Raja Yoga ist einer der vier klassischen Wege des Yoga. Der Begriff Raja bedeutet so viel wie König oder Herrscher. Im Raja Yoga wird die Herrschaft über den Geist angestrebt.

Der Begriff Raja Yoga entstammt der Hatha Yoga Pradipika, einer Yogaschrift aus dem 15. Jahrhundert. Dort wurde er verwendet, um den spirituellen  Yoga  (Raja) vom mehr körperlichen Yoga  (Hatha)  abzugrenzen.  Hatha Yoga  wird hier als Stufe auf dem Weg zum Raja Yoga bezeichnet.

Yoga Sutra

Im Yoga Sutra von Patanjali finden wir die Beschreibung und Empfehlungen auf dem Weg des Raja Yoga. Der Ursprung des Yoga Sutra ist unklar, zumal Indiens Geschichtsschreibung nicht so detailliert ist wie die westliche. Vermutlich ist dieser Text etwa zwischen 400 v. Chr. und 200 n. Chr. entstanden. Der Autor Patanjali gilt dabei als der Überlieferer des Wissens des Raja Yogas und hat dies in  196 knappen Versen zusammengefasst.

Der bekannteste Teil des Yoga Sutra bildet das „Ashtanga“ ab, die Acht Glieder des Raja Yoga. Hier wird der Achtgliedrige Pfad beschrieben, ein spiritueller Weg von der Selbsterkenntnis bis hin zur Selbstverwirklichung.

Ashtanga

  1. Yamas
    Der Umgang mit der Umwelt.
  2. Niyamas
    Der Umgang mit mir selbst.
  3. Asana
    Die Körperarbeit.
  4. Pranayama
    Die Arbeit mit dem Atem.
  5. Pratyahara
    Die Aufmerksamkeit nach innen ziehen.
  6. Dharana
    Den Geist auf einen Punkt auszurichten.
  7. Dhyana
    Die Versenkung in den Fluss der Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt.
  8. Samadhi (die Verschmelzung)
    Die Überwindung des Alltagsbewusstseins hinein in eine neue Dimension des Seins.

Swami Sivananda sagt über Raja Yoga:

„Raja Yoga ist der Pfad, der durch Geisteskontrolle und Kontrolle des Selbst zur Vereinigung mit Gott führt. Im Raja Yoga lernen wir, wie wir die Sinne, die Bewegungen des Geistes oder die Gedankenwellen, die vom Geist aufsteigen, kontrollieren können. Wir lernen, wie man Konzentration entwickelt und wie man mit Gott kommuniziert. Im Hatha Yoga geht es um physische Disziplin, während Raja Yoga eine geistige Disziplin ist.“

Die richtige Ernährung im Herbst

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Dabei verlockt das kalte Wetter oft zu schwerer fettreicher Küche. Deshalb bleibt gesunde Ernährung mit  Vitaminen und Mineralstoffen leider auf der Strecke.

Aber besonders im Herbst müssen wir auf eine ausreichende Versorgung mit gesund erhaltenden Vitaminen und Mineralstoffen achten, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen.

Besonders Vitamin C und Zink sollte auf dem täglichen Speiseplan stehen. Vitamin C steigert die körpereigenen Abwehrkräfte und dient als Zellschutzmittel. Zink unterstützt tatkräftig das Immunsystem.

Lebensmittel für gesunde Ernährung im Herbst

Obst und Gemüse:
Kiwi, Orangen und schwarze Johannisbeeren sind gute Vitamin C Quellen, in Paprika und Weißkohl steckt ebenfalls eine Menge Vitamin C

Ingwer:
wirkt antioxidativ, entgiftend und tötet deshalb Bakterien und Pilz ab

Kürbis:
enthält zahlreiche Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe und wirkt deswegen verdauungsfördernd und entwässernd

Austern:
Toplieferant für Zink, reich an Vitamin B12 und Vitamin D (Tipp: Austern stehen schlechthin für Anti Aging einerseits und sind andererseits sehr kalorienarm!)

Vollkornbrot:
Lieferant für Zink, Vitamin B, Eisen, Selen und jeder Menge Ballaststoffe

Nüsse:
hervorragender Lieferant für ungesättigte Fettsäure, reich an Vitaminen und Antioxidantien

Knoblauch:
stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen

Tee:
enthält Polyphenole, die den Körpern von freien Radikalen reinigen, je nach Sorte enthalten Tees eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen

Außerdem stärkt regelmäßige Bewegung an der frischen Luft den gesamten Körper und sorgt für einen gesunden und starken Körper und Geist.

Kommen Sie gut durch den Herbst!