Yoga und Urlaub – Zeit für etwas Besonderes

Der Sommer ist da, die Ferienzeit beginnt und der Urlaub soll wieder ein besonderes Erlebnis werden. Begeben Sie sich doch einmal auf eine spannende Reise zu sich selbst.
In den Yogaferien können Sie entspannen, sowie Körper und Geist in Einklang bringen.
An wunderschönen Orten können Sie zur Ruhe kommen und die Aufmerksamkeit ganz auf sich selbst lenken.
Sie können verschieden Yogastile und Meditationstechniken erlernen und tolle vegetarische und vegane Küche genießen.
Natürlich bleibt Ihnen auch genügend freie Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen oder einfach die Seele baumeln zu lassen.
So werden Sie zurückfinden zu Ihrer inneren Mitte. Sie werden sich wieder auf Ihre Stärken und Potentiale besinnen können und einfach Freude erfahren.

Egal, für welchen Yoga-Urlaub Sie sich entscheiden, ausschlaggebend für einen nachhaltigen Erfolg ist Yoga kombiniert mit einer Menge Spaß.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des YOGA … eine Reise voller Möglichkeiten!

Yoga und Urlaub; Foto: Katrin Christel

Nützliche Adressen für Yogaferien:

www.yogareisen.com
www.yogaammeer.de
www.yoga-und-reisen.de

Fit für den Sommer

Und da kommt sie wieder auf uns zu – die Jahreszeit in der die Körperlichkeit einen besonderen Stellenwert erhält. Mit steigenden Temperaturen fallen mehr und mehr die Hüllen und spätestens dann fällt es uns ein – wir wollten doch auch unseren Körper auf den Sommer vorbereiten, Ernährungsumstellung und Bewegung sind hier die Schlüsselworte. Wenn da nicht der ständige Kampf mit unserem inneren Schweinehund wäre …

Die Ernährungsumstellung zieht oft eine grundlegende Änderung der Lebensgewohnheiten nach sich, ist doch das Ziel dauerhaft schlanker und gesund zu bleiben. Dabei steht nicht nur das Essen im Vordergrund. Die drei Säulen:
• abwechslungsreiche Mischkost
• körperliche Fitness
• seelische Entspannung

Abwechslungsreiche Mischkost

Welches Ziel verfolgen wir auf dem Weg der Ernährungsumstellung – eine gesunde Lebensweise oder das Gewicht zu reduzieren? Beides muss sehr individuell betrachtet werden, sind doch die Lebensumstände und das Essverhalten der Menschen höchst unterschiedlich. Verbote beim Essen sind der Anfang vom Misserfolg, individuell erstellte Ernährungspläne der Garant für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung. Eine Auswahl von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, eine vollwertige und ausgewogene Kost – sie müssen essen, um abzunehmen. Ein 3-Mahlzeitenrhytmus dient hierbei als Grundlage im Ernährungsalltag.
Zum Abnehmen haben sich kurzfristige Diäten bewährt, die auf Erhöhung der Eiweißzufuhr und die Senkung der Kohlenhydratzufuhr basieren. Aber Achtung! – wie positiv sich auch Diäten auswirken: Sie haben immer mit Verzicht zu tun. Deswegen kommt es im höchsten Maße auf die vorhandene Eigenmotivation an, um den inneren Schweinehund immer wieder zu überwinden.
Letztlich funktioniert aber richtiges Abnehmen nur mit einer langfristigen Ernährungsumstellung und Bewegung. Eigentlich ist die Formel ganz einfach: Die Energiebilanz muss stimmen.

Körperliche Fitness

Als Grundlage für die körperliche Fitness ist eine ausreichend Bewegung wichtig. Das müssen nicht unbedingt anstrengende Sportaktivitäten sein. Hilfreich ist es bereits, die Alltagsbewegung zu steigern: einen Spaziergang einzulegen, bei Bus oder Bahn ein oder zwei Haltestellen früher auszusteigen, Treppen statt Rolltreppen zu benutzen oder in seiner Mittagspause mal um den Block zu laufen.

Der Anfang fällt gar nicht so schwer, wenn Sie eine Sportart wählen, die Sie gerne ausüben: Schwimmen, Langlaufen, Wandern, Radfahren und Yoga sind gute Einstiegssportarten, weil sie die Gelenke weniger belasten. Auch Walking und Nordic Walking (schnelles Gehen mit Stöcken) eignen sich sehr gut. Optimal ist es, Sport- und Bewegungsarten mit unterschiedlichen Bewegungsmustern zu kombinieren. So minimieren Sie das Risiko der Überlastung einzelner Muskelgruppen. Yoga ist hier in seiner Vielfältigkeit und seiner positiven Wirkung auf den gesamten Bewegungsapparat absolut zu empfehlen.

Für welches Training Sie sich auch entscheiden – achten Sie darauf, dass Sie es möglichst im Freien ausüben können. Das hebt die Stimmung zusätzlich! Gesund leben muss nicht anstrengend sein und kann sogar Spaß machen.

Seelische Entspannung

Eigentlich sollte jeder von uns in körperlicher und geistiger Entspannung leben – ein Zustand, der auch als unser Naturzustand oder Geburtsrecht bezeichnet werden kann. Doch das ist einem Großteil der Menschen heute nicht mehr bewusst. Die komplexen Anforderungen unseres hektischen Zeitalters, der Spagat zwischen Berufs- und Familienleben, sorgen bei vielen für einen permanenten Spannungszustand. Daher sind viele Menschen die meiste Zeit – nicht selten sogar im Schlaf – körperlich und geistig angespannt. Vollkommene Entspannung besteht aus drei Teilen: körperliche, geistige und spirituelle Entspannung. Wer die Kunst des richtigen Entspannens beherrscht, besitzt den Schlüssel zu Gesundheit, Vitalität und Seelenfrieden.

Durchhalten – so geht’s leichter

Das gilt natürlich nicht nur für körperliche Bewegung, sondern auch für gesundes Essen und seelischen Ausgleich. Nur wer die Auswirkungen der Lebensumstellung am eigenen Leib erfährt, kann daran Gefallen finden. Sobald eine echte Gewöhnung stattgefunden hat, wird der innere Schweinehund Ihr Freund. Er ist eben ein Gewöhnungstier und hilft ab einem gewissen Stadium sogar, bei der Stange zu bleiben.

Wichtige Tipps für ein gesundes Leben

• Bereiten Sie Ihr Essen möglichst selber aus natürlichen Produkten zu.
• Essen Sie viel frisches Gemüse, Obst nicht im Übermaß!
• Essen Sie mehr Eiweiß aus Fisch, magerem Fleisch, Milchprodukten(Magerquark, Joghurts) oder Soja, je nachdem was Ihnen am besten schmeckt!
• Meiden Sie Fertig- und Light-Produkte sowie Funktional Food!
• Trinken Sie genug Wasser oder ungesüßte Tees! Achten Sie dabei auf Ihr Durstempfinden! Meiden Sie Fruchtsäfte und Softdrinks!
• Alkohol ist in Maßen erlaubt: Frauen sollten täglich nicht mehr als 0,1 Liter, Männer nicht mehr als 0,2 Liter Wein trinken!
• Nehmen Sie sich immer wieder kleine Auszeiten zur seelischen Entspannung – Entschleunigen Sie Ihren Alltag
• Schlafen Sie ausreichend, aber schlafen Sie in nicht zu stark geheizten Räumen!
• Und vor allem: Bewegen Sie sich ausreichend! Empfohlen werden 1 – 2 Stunden täglich.

MEDITATION – eine Reise in die Stille

Der Begriff „Meditation“ umfasst ein weites Spektrum von Möglichkeiten – ähnlich wie das Wort „Reisen“.

Reisen kann bedeuten, dass man sich ins Auto oder aufs Fahrrad setzt, zu Fuß geht oder fliegt. Fast immer gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten, um an ein Ziel zu gelangen.

Analog zu den verschiedenen Arten des Reisens gibt es verschiedene Arten des Meditierens. So wie man das Fortbewegungsmittel für eine Reise entsprechend persönlichen Neigungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen aussucht, geht man auch bei der Meditation vor.

Der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker  umschreibt  das Meditieren so:

„Es ist ein Stillwerden des bewussten Getriebes und es meldet sich, es zeigt sich etwas, was auch immer vorher da war. Man wird durch die Meditation kein Anderer, sondern der, der man immer gewesen ist. „

Welche Ziele verfolgt die Meditation?

Traditionell dient sie der spirituellen Entwicklung. Heute liegt das Hauptaugenmerk auf dem Gesundheitsaspekt. Meditieren hat sich als Anti-Stress-Mittel erwiesen und regt darüber hinaus die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

Wer meditiert verlässt die gewohnte  Ebene des Wachbewusstseins  und begibt sich in bisher unerforschte Gebiete seiner Persönlichkeit, was bedeutet: Das Bewusstsein wird gleichzeitig erweitert, vertieft und erhöht.

Die Meditation erreicht alle Ebenen unserer Persönlichkeit.

Meditation kreiert nie etwas völlig Neues, es handelt sich bei ihr auch nicht um pure geistige Gymnastik oder um eine Übung zur Entspannung – sie beinhaltet all dies und geht weit darüber hinaus. Wer sie erfahren will, muss sie praktizieren.

Meditation ist ein Weg zum totalen Bewusstsein, zur umfassenden Wahrnehmungsfähigkeit. Mit ihrer Hilfe gelingt es, ein Sperrgebiet zu betreten, in dem bislang unerschlossene Ressourcen der Persönlichkeit lagern.

Befreiung von Ängsten durch Meditation

Durch die tiefe innere Ruhe, die beim Meditieren entsteht, verschwinden  Ängste und Verkrampfungen. Gedanken und Wünsche, die bisher stark angstbelegt waren, haben durch die beim Meditieren geförderte wertfreie Haltung die Chance, aufzutauchen.

Mit Hilfe der Meditation machen wir uns auf den schwierigen Weg, unser Wesen in seiner ganzen Fülle zu erkennen. Darauf muss gefasst sein, wer sich mit ihr einlässt, denn ganz gleich aus welchen Gründen wir das Meditieren beginnen – es gibt uns immer mehr, als wir erwarten.

Fit in den Frühling

Frühling verheißt Aufbruch: Schon in Goethes Osterspaziergang putzt sich die bunte Menge für die Begegnung mit der Sonne und den Mitmenschen heraus. Wenn alles um einen herum grünt und blüht, die Vögel zwitschern und das Licht den Kampf mit der Dunkelheit gewonnen hat, möchte man sich selbst auch von der besten Seite zeigen – heute wie vor 200 Jahren.
Der Frühling ist eine wunderbare Zeit, um den Ballast des Winters abzuwerfen und fit und gesund für das Sommerhalbjahr zu werden. Um die Figur in Form zu bringen oder zu halten ist diese Jahreszeit ideal.
Man weiß heute, dass es mit den richtigen Lebensmitteln einfacher ist abzunehmen. Studienergebnisse zeigen – mit einem hohen Eiweißanteil und weniger Kohlenhydraten kann man kurzfristig effektiv Fett abbauen. Und dies bei guter Laune. Der Langzeiterfolg wird unterstützt, denn Eiweiß sättigt und schützt die wertvollen Muskeln. Ein Erhalt der Muskelmasse ist wichtig, denn ohne Muskeln findet keine Fettverbrennung statt. Die vorübergehende Kohlenhydratreduktion verhindert Heißhunger und maximiert den Fettstoffwechsel.

Praktisch heißt dies:

Bevor Sie Ihre Abnehmphase beginnen, bereiten Sie sich gut darauf vor – legen Sie sich einen  Zeitplan fest, in der Sie die Ernährungsumstellung durchführen wollen, ein Dauer von 2 bis 4 Wochen ist empfehlenswert.
Außerdem sollten Sie in diesem Zeitraum für ausreichende Bewegung, besonders an der frischen Luft sorgen. Freuen Sie sich auf diese Zeit! Tipp: gehen Sie Treppensteigen – das kurbelt den Kreislauf an, sorgt für gute Beinmuskulatur und einen straffen Po.
Beginnen Sie den Tag mit einem leichten Frühstück, z.B. Müsli mit frischem Obst, Joghurt oder Quark. Nach 4 bis 6 Stunden essen Sie eine gut ausgewogene Mischkostmahlzeit, achten Sie darauf nicht zu viele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Am Abend verzichten Sie dann auf die Kohlenhydrate und essen eine Eiweißmahlzeit – Salat und Gemüse, Eier, Käse, Fisch, fettarmes Fleisch, Sojaprodukte stehen nun auf Ihrem Speiseplan. Sorgen Sie unbedingt für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – 2 Liter zuckerfreier Getränke sollten Sie täglich zu sich nehmen, Tipp: Kräutermischungen als Tee oder Kaltgetränke bringen Abwechslung und unterstützen Sie beim Fettabbau.

Ansonsten gilt im Frühling: Alle Sinne auf Empfang. Genießen Sie die ersten duftenden Blumen, frisches Saison-Obst, wärmende Sonnenstrahlen und den Anblick der ersten hellgrünen Blätter an den Bäumen.

Die Rishikesh Reihe – Gesundheit für Körper und Geist

Die Rishikesh Reihe ist eine Abfolge von Yogastellungen (Asana) im Hatha Yoga in der Tradition von Swami Sivananda. Sie ist benannt nach dem indischen Ort Rishikesh.

Aufgrund ihrer wunderbaren Wirkungen auf alle Organe und Organsysteme, sowie auf die feinstofflichen Strukturen des Menschen, ist die Rishikesh Reihe heute vermutlich die weltweit am meisten geübte Asana-Reihe. Ausgehend von einer einfachen Grundformel mit zwölf Stellungen erlaubt sie mit zahlreichen Variationen der Stellungen eine große Vielfalt und Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten.

Ihre außergewöhnliche Kraft und Wirksamkeit leitet die Rishikesh Reihe von zwei Faktoren ab:

1. Stellungen

Es sind in einem Minimum von unterschiedlichen Stellungen alle wesentlichen Attribute der Asanas vorhanden: Beugungen, Streckungen, Umkehrhaltungen, kraftfördernde Übungen und Gleichgewichtsstellungen.

2. Aufbau der Übungen

Der Aufbau der Übungssequenz folgt einer klaren Grundidee: Nach dem Aktivieren des Körpers mit dem Surya Namaskar (Sonnengruß) beginnt man, die einzelnen Chakras von oben nach unten durchzugehen. Zudem gleicht die jeweils folgende Stellung (Asana) die vorherige Stellung aus.

Die 12 Asanas der Rishikesh Reihe sind:

  1. KopfstandRishikesh-Reihe
  2. Schulterstand
  3. Pflug
  4. Fisch
  5. Vorwärtsbeuge
  6. Kobra
  7. Heuschrecke
  8. Bogen
  9. Drehsitz
  10. Krähe
  11. stehende Vorbeuge
  12. Dreieck

Alle Grundstellungen können an die jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Übenden angepasst werden. Den zahlreichen Variationen sind keine Grenzen gesetzt.
Das Praktizieren ist kraftvoll und konzentriert. Spannung und Entspannung wechseln ab und alle Ebenen unseres Seins – Körper, Geist und Seele – werden wunderbar zentriert.

Fasten

Fasten hat unterschiedliche Zielsetzungen

Unter „Fasten“ versteht man eine selbst gewählte völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Solche Fastenperioden werden entweder religiös oder gesundheitsfördernd begründet. Viele Menschen fasten auch, um das ein oder andere Kilogramm Gewicht zu verlieren. Die Zeit zwischen Fasching und Ostern soll die Menschen anleiten, sich auf das eigene Leben und seine Mitmenschen zu konzentrieren – die Seele von Lastern wie Völlerei und Konsum zu reinigen. Heilfasten zur Stärkung der Gesundheit wird biologisch dadurch legitimiert, dass es den Körper von Giftstoffen reinigt und ihn in seiner Immunabwehr unterstützt. Natürlich dient der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel auch dem Streben nach einer schlanken Figur.

Kann jeder fasten?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch fasten. Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Kinder oder ältere Menschen sollten vom Fasten absehen, da sie die Belastung der fehlenden Nährstoffe weit weniger gut kompensieren können als junge Erwachsene. Auch bei Herzerkrankungen oder Depressionen ist dringend vom Fasten abzuraten. Diverse Medikationen müssen während der Fastenzeit überprüft und gegebenenfalls um- oder eingestellt werden.

Fasten ist keine Alternative zur Diät

Richtiges Fasten beginnt schon bei Ihrer Zielsetzung: Fasten ist kein probates Mittel zur Gewichtsreduzierung. Die Fastenzeit wird vom Körper als Mangelphase erfahren, in der er seinen Stoffwechsel reduziert, um überleben zu können. Nach der Fastenperiode setzt bei „falscher“ Ernährung, gemeint ist der übermäßige Verzehr von Zucker, Fett und Alkohol, der so genannte Jojo-Effekt ein: Der Körper versucht, alle während der Fastenzeit verbrauchten Kalorien wieder anzusammeln und darüber hinaus neue Fettdepots für weitere Mangelperioden anzulegen.

Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung

Ein Tipp: Wenn Sie vorhaben das erste Mal zu fasten, sollten Sie das nicht länger als drei bis sieben Tage tun – für einen längeren Zeitraum sollten Sie unbedingt über genügend Erfahrung verfügen, wie Ihr Körper auf eine Fastenkur reagiert. Um Ihren Körper bei der Selbstreinigung zu unterstützen, sollten Sie täglich mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hat neben der Entgiftung des Körpers den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Hungergefühl gemildert wird. Da der plötzliche Nahrungsentzug vom Körper als Stress empfunden wird, sollten Sie sich vor allem Ruhe gönnen.

Gehen Sie viel an der frischen Luft spazieren und versuchen Sie sich auf sich selbst und Ihren Körper zu konzentrieren. Überfordern Sie sich nicht. Sobald Sie merken, dass Sie das Spazierengehen anstrengt, legen Sie sich schlafen. Sie werden merken, wie Ihr Körper beginnt, sich selbst zu regenerieren und wie sich nach ein paar Tagen der Kreislauf auf die neue Situation einstellt.

Nach der Fastenkur sollte Ihre Darmflora langsam wieder an feste und regelmäßige Nahrung gewöhnt werden. Die Aufbauzeit sollte mindestens ein Drittel der Länge der Fastenzeit betragen, auf jeden Fall aber vier Tage. Ein behutsamer Einstieg gelingt durch eine gesunde Vollwertkost. Achten Sie auf leicht verträgliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Äpfel und vermeiden Sie schwer verdauliche Lebensmittel wie Kohl, Bohnen oder Fleisch. Trinken Sie in der Phase des Fastenbrechens mindestens ein bis zwei Liter Tee oder mineralstoffhaltiges Wasser täglich, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Aufbautage

Nach dem Fasten sollten Sie nicht einfach zur gewohnten Ernährung übergehen, sondern mit Aufbautagen und leichter Kost beginnen. Ihre Verdauung hat sich in den Tagen der Fastenzeit auf ein Minimum reduziert. Gewöhnen Sie Ihren Körper daher nur langsam wieder an feste Nahrung.

Tipps für die Aufbautage

Während der Fastenzeit hat Ihr Körper viel Energie auf die Reinigung des Körpers verwendet und muss sich erst langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen. Je nachdem, wie lange die Fastenzeit angedauert hat, sollten Sie mindestens ein bis zwei Aufbautage anfügen, um Ihr Verdauungssystem langsam wieder aufzubauen.

Fangen Sie am ersten Tag an, Milchprodukte, Obst und Gemüse zu essen. Am zweiten Aufbautag darf es dann schon Brühe mit Einlage oder auch mal ein Vollkornbrot sein. Achten Sie darauf, wie Sie die Nahrung vertragen, und steigern Sie die Menge langsam.

Trinken Sie zum Aufbau einer gesunden Verdauung ausreichend Flüssigkeit und vermeiden Sie Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol.

Achten Sie darauf, dass Sie die feste Nahrung jetzt besonders gründlich kauen, um die Verdauungsarbeit zu erleichtern. Gut für die Verdauung sind ballaststoffreiche Nahrungsmittel, salzarme Kost sowie möglichst natürliche Lebensmittel, die Sie geschmacklich nicht zu sehr fordern. Rohkost, Kartoffeln und Gemüse sind dafür bestens geeignet.

Beginnen Sie weiterhin mit kleinen Mahlzeiten und essen Sie dafür etwas häufiger. Zu große und schwere Mahlzeiten würden Ihr Verdauungssystem zu stark belasten. Anfangs müssen Sie noch mit Blähungen und Darmträgheit rechnen, dies legt sich in der Regel aber nach wenigen Tagen. Auch die Aufbauzeit ist, wie die Fastenzeit selbst, eine Zeit der körperlichen Schonung. Leichte Betätigungen sind erlaubt und sinnvoll, mit schweren körperlichen Arbeiten sollten Sie noch zurückhalten.

Achtsam in das Jahr 2019

Das Neue Jahr hat begonnen – lassen Sie Achtsamkeit einkehren…

Zu selten sind wir wirklich bei dem was wir gerade tun. Oft beschäftigen wir uns in unseren Gedanken mit Vergangenem oder Zukünftigem, so „stolpern“ wir durch unsere Tage und verlieren uns im „Gestern“ und „Morgen“. Wir „funktionieren“ und unsere Freude am Leben wird vom eigenen Hamsterrad aufgerieben.

Die Achtsamkeit kann uns die Tür öffnen – in die Gegenwart. Unser Leben findet JETZT statt.

Achtsam SEIN bedeutet, bewusst unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welche Gedanken, Bilder, Gefühle und Körperempfindungen gerade im jeweiligen Moment in uns sind. Dies beobachten wir neugierig und gelassen, ohne gleich zu vergleichen oder diese zu bewerten. So können wir immer besser wahrnehmen was in uns ist und sind immer mehr mit unserer gesamten Aufmerksamkeit bei dem, was wir gerade tun.
Wenn wir achtsam den Moment wahrnehmen, eröffnen sich neue Möglichkeiten um uns und andere besser zu verstehen und klarer und bewusster zu handeln.

Achtsamkeit ist ein umsichtiger Lebensstil, eine neue Haltung zum Leben.

Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst.


Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit: Übung – Erkennen und Wahrnehmen

Bewegen sich Erkennen und Wahrnehmen auf gleicher Ebene? Die Wahrnehmung geht noch etwas tiefer, da wir hier auch die Gefühlsebene berühren. Wir erkennen, dass wir hier und da ein Problem haben, aber wir nehmen wahr, dass uns diese oder jene Situation tief berührt.

Die Frage ist: Ist das, was ich wahrnehmen, das was es ist, nämlich die ungefälschte Realität, oder interpretiere ich und verschlimmere somit meine eigene Wahrnehmung?

Wie oft befinden wir uns in einer Situation, die uns schlimm und ausweglos erscheint. Wir beginnen uns traurig, überfordert oder gar ausgeliefert zu fühlen. Haben wir die Möglichkeit, uns für einen Moment aus dieser Situation herauszuziehen, durch bewusstes Atmen, und dadurch unsere Wahrnehmung wieder klarer werden zu lassen? Kann es sein, dass die noch eben unverrückbare schwerwiegende Situation
und der damit verbundene negative Zustand durch Klarheit in unseren Gedanken und Gefühlen erträglicher geworden ist?

Es gilt zu ergründen und zu erkennen, was genau die Situation ist. Bis wann befinden wir uns in einer realen Situation? Und ab wann beginnen wir durch Interpretation, Erwartung, voreilige Schlüsse die Situation zu verändern? Nur durch unser eigenes Zutun, unsere Gedanken, können wir ein Drama kreieren und somit negative Gefühle auslösen. Oder… können wir durch klares Erkennen eine Situation, so wie sie ist annehmen und in Leichtigkeit auflösen. Ein Versuch, immer und immer wieder, ist es Wert.

Weihnachtszeit – Schlemmerzeit

Jedes Jahr aufs Neue steht sie vor der Tür – die Adventszeit, mit dem krönenden Abschluss Weihnachten und Silvester.

Adventszeit – Fastenzeit

Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar festlegte. Außerdem galt diese Zeit als geschlossen Zeit, in der nicht getanzt oder aufwendig gefeiert werden durfte. Feierliche Trauungen waren auch ausgeschlossen. Einkehr und Rituale hatten in dieser Zeit oberstes Gebot.

Genuss ohne Reue

Heute ist die Adventszeit von Hektik und Stress gezeichnet. Wir besorgen Adventskalender, bereiten den Nikolaus vor. Besuchen trotz Unlust diverse Weihnachtsfeiern. Der Besuch der Weihnachtsmärkte endet oft mit einem schlechten Gewissen und nicht dran zu denken: die Familie ist an Weihnachten bedenklich nah…
Und dann gibt es noch diese schrecklichen Verführer – Plätzchen, Lebkuchen, Stollen….
Drei Kilogramm Weihnachtsbäckerei verzehrt der Bundesbürger im Durchschnitt. Wer dies nicht mit zusätzlicher Bewegung kompensiert, muss mit einer Zunahme von 1,5 bis 2 kg rechnen. Die Weihnachtsbäckerei muss nicht in einer Kalorienschlacht ausarten. Auch mit weniger Zucker und Fett schmeckt Weihnachtsgebäck sehr gut. Bei vielen Rezepten kann der Zuckeranteil ohne Geschmackseinbußen um etwa ein Drittel reduziert werden. Stattdessen kann man den Anteil von Gewürzen zum Beispiel Vanille, Zimt oder Anis leicht erhöhen. Sie können Butter sparen, indem Sie einige Gramm durch Joghurt ersetzen.

Machen Sie doch einfach mal die Weihnachtszeit zu Ihrer Schlemmerzeit und genießen Sie mit allen Sinnen! Nehmen Sie sich immer wieder kleine Auszeiten zum Beispiel für eine gute Tasse Tee, genießen Sie ganz bewusst das Weihnachtsgebäck oder lesen Sie eine schöne Weihnachtslektüre und freuen Sie sich, Zeit mit Ihrer Familie zu verbringen.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen sehr guten Start in das Neue Jahr!

Weihnachten und Yoga – ich nehm mir was vor?!

Oh, Du fröhliche, stressige Weihnachtszeit … es ist die Zeit, in der die Ausreden kein Yoga zu praktizieren Hochkonjunktur haben. Schluss damit! Yoga tut gut und ist gut – vor allem an Weihnachten.

Übungen im Advent

Weihnachten ist eine besinnliche Zeit und besonders geeignet, um nach innen zu schauen. Außerdem ist es eine Zeit des Umbruchs, Loslassens und der Erneuerung, gehen wir doch in einen neuen Zeitabschnitt hinein. So lässt sich Yoga besonders in der Adventszeit gut in den Alltag integrieren, bietet doch diese besondere Zeit jede Menge Anlässe:

  • Meditieren vor dem Adventsgesteck (Lichtmeditation: konzentriert auf das Kerzenlicht schauen, ohne zu blinzen, beruhigt Geist und steigert die Konzentrationsfähigkeit)
  • kleines Vinyasa während die Plätzchen im Ofen backen (Tadasana-Vorwärtsbeuge – herabschauender Hund, dehnt und streckt und bringt die Flexibilität zurück)
  • Atemübung beim Weihnachtsshopping (ruhig ein- und ausatmen, möglichst jeweils 3-4 Sekunden, spüre die tiefe Bauchatmung und finde zurück zu Deiner Mitte)
  • Los-Lass-Gedanken beim Familienessen (Füße fest auf dem Boden, die Sinne ein wenig zurückziehen, bei jedem Ausatmen „ich lasse los“ denken und lächeln)

Die Weihnachtsfeiertage kann man dann wunderbar nutzen, um jeden Tag mit drei Runden Sonnengrüßen zu beginnen. Das macht wach und bringt die Verdauung in Schwung.

Ein kleiner Geschenktipp zu Yoga Weihnachten:

Manchmal wird selbst dem Weihnachtsmann die Vorweihnachtszeit zu stressig – dann kann nur noch Yoga zu einem entspannten Advent verhelfen! Ob Adventskerze, Christbaumkugel oder Vanillekipferl: keine Übung ist ihm und seinen beiden Mitstreitern, Rentier Toni und Herrn Zwerg, zu schwer! Ein herrlich komisches Weihnachtsbüchlein, illustriert von Monika Rothenaicher. Die perfekte Geschenkidee für alle, die auch an Weihnachten etwas zu lachen haben möchten.

Weihnachts-Yoga: Entspannt durch den Advent
von Monika Rothenaicher (Illustrator)

Eine Anregung zum Jahresausklang:

Beende doch dieses Jahr mit einem besonderen Ritual: praktiziere Sie 108 Sonnengrüße, widme diese einem, etwas Besonderem…ein Geschenk an Dich und mehr.

Namastè

Karma Yoga

Der Begriff „Karma“ leitet sich aus der Sanskritwurzel kri ab, was „Handlung“ bedeutet. Karma Yoga ist der Yoga-Weg des bewussten, achtsamen und erwartungslosen Handelns, der in vollkommenster Weise die anderen Yoga-Wege ergänzt.

Im „Geist des Yoga“

Wer kann sechzehn Stunden täglich für Yoga-Übungen aufbringen? Wir können zwei, vielleicht sogar drei oder vier Stunden täglich üben, aber wenn wir die restliche Zeit des Tages von unserem „Yoga-Planeten“ heruntersteigen und ein ganz anderer Mensch sind, so werden die Übungen keinen wirklichen Erfolg erbringen können. Doch wenn wir die gesamten restlichen Stunden des Tages weiterhin im „Geist des Yoga“ bleiben, sozusagen die in den Übungen erzeugte Schwingung sich fortsetzt, so kann die volle Kraft des Yoga wirklich zu greifen beginnen!

Absicht des Handelns

Alle spirituellen Traditionen stimmen darin überein, dass die Mechanik unseres Schicksals auf der materiellen und geistigen Ebene von der Qualität der Handlungen des Menschen, oder, genauer gesagt, von seiner Absicht, abhängt.

Karma Yoga ist die Kunst und Wissenschaft karmisch bewusster und verantwortlicher Handlung und Absicht. Er erfordert eine vollständige Umwandlung der menschlichen Natur, denn er verlangt, dass jede Handlung einer Disposition entspringt, welche von unserer gewöhnlichen geistigen Einstellung stark abweicht.

Quelle der Kraft

Handlungen, die im Geist der Selbst-Hingabe durchgeführt werden, haben überaus positive Wirkungen. Sie verbessern unsere gesamte Lebensqualität und machen uns zu einer Quelle der Kraft und Reinheit für andere Menschen. Der Grundgedanke ist, dass wir sind, was wir sind, durch das, was wir tun, oder eher, wie wir es tun. In unseren Handlungen drücken wir aus, wer oder was wir sind – wir externalisieren unser inneres Sein, und die Handlungen werden zum Ausdruck unseres Wesens.

Karma Yoga verlangt viel mehr als nur, seine Pflicht zu erfüllen. Er geht auch über konventionelle Moralität hinaus und ist von einer profunden spirituellen Haltung gezeichnet.
Die „leichte“ Disziplin dieses Yoga-Weges wird, wenn sie bewusst und ernsthaft angewendet wird, zu einer herausfordernden spirituellen Praxis der Selbst-Transzendenz. Er ist der am direktesten mit dem täglichen Leben verbundene Yoga-Weg. Das große Ideal des „Nichthandelns im Handeln“ betrifft auch alle anderen spirituellen Disziplinen und ist heute von der gleichen Bedeutung wie zu der Zeit, als die indischen Weisen sie vor gut zweitausend Jahren beschrieben haben.

Georg Feuerstein

Das Gesetz des Karmas besagt:

  • Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen.
  • Wir sind verantwortlich für das, was uns in der Zukunft geschieht.
  • Wir wachsen anhand der Erfahrungen. Ereignisse sind nicht als Bedrohung oder Bestrafung anzusehen, sondern als Möglichkeit zum Wachsen.

Die drei Arten von Karma

Sanchita-Karma

Der Vorrat karmischer Schulden , der sich in früheren Geburten angesammelt hat. Sanchita bedeutet angehäuft, gehortet. Sanchita-Karma meint das Karma, welches sich in den vorangehenden Leben angesammelt hat. Es ist die Gesamtsumme aller Handlungen, die wir in früheren Leben begangen haben. Der größte Teil ist uns unbekannt, genauso wie nur wenige von uns sich an vergangene Leben erinnern können. Es ist wie ein Lager, das seit vielen Leben unserem Wesen folgt.

Prarabdha-Karma

Der Teil des früher geschaffenen Karma, der im gegenwärtigen Leben aufgearbeitet werden muss. Prarabdha wird oft mit „Schicksal“ übersetzt. Prarabdha-Karma meint den Teil des Karmas, welchen man im jetzigen Leben zu spüren bekommt und kann gut oder schlecht sein.

Agami-Karma

Neues Karma, das in der gegenwärtigen Geburt geschaffen wird und sich in zukünftigen Leben auswirkt. Das Karma, welches man im jetzigen Leben produziert und sich auf die Zukunft auswirkt. Das Agami-Karma ist das letzte Karma. Es unterliegt ganz allein dem eigenen Handeln, den Entschlüssen und Entscheidungen.

Sanchita und Prarabdha sind vorbestimmt, da sie das Ergebnis unserer vergangenen Handlungen sind. Wir haben keine Kontrolle über sie, weil ihr Ursprung unerreichbar ist.
Durch Agami können wir jedoch eine bessere Zukunft gestalten und auch die Wirkungen von vergangenem Karma ändern.